Die Gesellschaft Deutscher Chemiker bietet für chemisch Interessierte eine nur online verfügbare Aktuelle Wochenschau. Jedes Jahr steht unter einem Thema und wird von einer Fachgruppe der Gesellschaft betreut. So gab es zum Beispiel 52 Beiträge zum Thema Chemie und Licht, Wasserchemie, Biochemie, Chemie und Energie. Auch wenn der ein oder andere Artikel langweilig sein mag, ist das hier ein wahre Fundgrube an Wissen, aufgearbeitet für den Laien.

In diesem Jahr hat die Wöhler-Vereinigung für Anorganische Chemie die Betreuung übernommen. Ziele dieser Vereinigung sind unter anderem das Verständnis für die Anorganische Chemie sowie für Forschungsvorhaben auf diesem Gebiet zu fördern.

Die Anorganische Chemie beschäftigt sich quasi mit dem ganzen Periodensystem. So steht auch dieses im Mittelpunkt: Jede Woche wird über ein anderes Element berichtet. Besonders interessant sind z. B. die Artikel über Kohlenstoff (C), Silicium (Si), Blei (Pb), Cu (Cu), Silber (Ag), Gold (Au) und natürlich Iod, geschrieben von Feldmann-Leben und Feldmann. Siehe: http://www.aktuelle-wochenschau.de/main-navi/archiv/chemie-der-elemente-2016/kw40-iod.html

Im November finden bei Academia Webinars wieder Webinare zum Thema Nanotechnologie statt.

Seit 15 Jahren beschäftige ich mich nunmehr mit der Nanotechnologie. Man kann also eigentlich nicht mehr von einer neuen Technologie sprechen. Es gibt schon einige Anwendungen, vor allem im Haushalts-, Auto- und Kosmetikbereich, aber auch in der Medizin. Selbstreinigende Oberflächen oder der Lotuseffekt sind mittlerweile allgemiener bekannt. Aber die Möglichkeiten dieser Zwergentechnologie sind noch lange nicht ausgereizt. Die Synthesemethoden werden immer ausgefeilter und damit auch die hergestellten Nanoprodukte, was zahlreiche Möglichkeiten für Anwendungen in beinahe jedem Bereich bietet. Daher ist diese Technologie auch für Übersetzer hochrelevant.

Am 10. November geht es zunächst um die Grundlagen: Was bedeutet über Nano und warum sind Nanomaterialien so interessant? Wie kann man diese Materialien herstellen? Und wenn man sie hergestellt hat, wie findet man heraus, ob es wirklich Nano ist und ob wirklich das gewünschte Material entstanden ist? All diese Fragen werden umfangreich beantwortet.

Am 24. November geht es dann um Anwendungen, und zwar um bereits realisierte als auch in der Entwicklung befindliche. Letzteres betrifft insbesondere medizinische Anwendungen. In diesem Bereich bieten die Nanomaterialien besonders viele Möglichkieten. Aber auch Anwendungen im Haushalt, Auto oder der Energiewende kommen nicht zu kurz. Außerdem gibt es einen kurzen Exkurs zum Thema Gefährlichkeit.

Anmeldungen zu diesen Webinaren bitte hier: https://www.academia-webinars.de/shop/qualifizierungswebinare-de/nanotechnologie-1-grundlagen/
bzw.  https://www.academia-webinars.de/shop/qualifizierungswebinare-de/nanotechnologie-2/

Chemische Produkte stehen immer wieder in einem schlechten Ruf – ob verdient oder unverdient wäre an anderer Stelle zu diskutieren. A. Goldberg, K. Roth und C.J. Chemjobber haben nun eine „Sisysphos-Arbeit“ auf sich genommen und eine umfassende und erschöpfende Liste chemiefreier Haushaltsprodukte erstellt. Sie untersuchten Kosmetikprodukte, Haushaltsreinigern, Kräuterzusätze sowie verarbeitete Nahrungsmittel und Getränke. Leider ist diese Liste nicht mehr auf Deutsch frei zugänglich. Aber immer noch auf Englisch und der Artikel ist gut verständlich. Sollte es Verständnisprobleme geben, bin ich – als hoch qualifizierte Übersetzerin für chemische Sachverhalte – gern behilflich Die Liste ist hier erhältlich:

http://junq.info/wp-content/uploads/2016/07/cf.pdf

Da bleibt mir nur den Autoren herzlich für ihre tolle Arbeit zu danken. Die war lange überfällig!